In Urwegen
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vernebelt uns diesen Blick auf Jesus immer wieder und will uns ersticken in den riesigen
Wolken des Alltags. ,,Gott, mein Schöpfer, gibt Lobgesänge in der Nacht." Wir kommen zum
dritten Punkt:
3. Wie kam es dazu?
Wir haben die Verzweiflung betrachtet und die Lobgesänge, aber wie kam es dazu? Wie kann
es bei uns dazu kommen?
Heute heißt es in unserem Wort: ,,Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten
Gott." (Vers 25) Die Anfechtung hörte auf, als sie wieder beten konnten. Das erfahre auch ich
immer wieder. Sobald man sich öffnet und sich das Herz ausschüttet bei Gott, wird es einem
leichter. Die Last fällt ab. Vor Mitternacht konnten Paulus und Silas nicht beten. Sie waren so
tief unten, so tief im Nebel der Sorgen, dass sie nicht einmal mehr beten konnten. Paulus
bezeugt es im Röm. 8, dass es im Leben der Christen sehr wohl solche Augenblicke gibt, wo
wir nicht einmal beten können. Aber dann vertritt uns der Heilige Geist mit
unaussprechlichem Seufzen. Um Mitternacht kann Paulus wieder beten. Er konnte Gottes
Nähe wieder spüren. Er sah mit Hilfe des Heiligen Geistes wieder das Kreuz des Heilandes.
Der Herr Jesus sagte einmal: "Der Heilige Geist wird mich verherrlichen; denn von meinem
wird er es nehmen und euch verkündigen." (Joh.16,14) Wie kam es zu den Lobgesängen in
der Nacht? Es ist das Werk des Heiligen Geistes. Wenn wir ganz tief unten sind, wenn uns
schwere Zweifel plagen, wenn wir im Nebel der Kummer und Sorgen gar nicht mehr beten
können, leuchtet der Heilige Geist uns das Kreuz Jesu an, so dass wir es durch den Nebel
unserer Sorgen und Ängste hindurch wieder sehen können. Er ruft uns in Erinnerung: Vergiss
nicht, dass du einen Heiland hast. Vergiss nicht, dass er verheißen hat, alle Tage bei uns zu
sein bis an der Welt Ende. Er schenkt uns die Gewissheit: ,, Fürchte dich nicht, denn ich habe
dich erlöst: ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" (Jes. 43,1) In einem
Anbetungslied heißt es: ,,Ewiglich dein, durch das teure Blut des Lammes, ewiglich dein,
durch des Lammes Blut". Der Heiland ist und bleibt die ewige Garantie deiner
Gotteskindschaft. Er ist da! Das sollen wir nie vergessen!
Gottes Wege mit den Menschen scheinen uns oft unbequem und unverständlich. Manchmal
sind wir so tief unten, so dass wir nicht einmal beten können. Dann tritt Gottes Geist für uns
ein. Er leuchtet auf das Kreuz Jesu, so dass wir es auch im Nebel unserer Verzweiflung sehen
können. Wir werden wieder unseres Heiles gewiss und können plötzlich wieder beten und ein
neues Lied entsteht in unserem Mund zum Lobe seiner unvergänglichen Herrlichkeit. Amen.
Goldene Hochzeit von Ehepaar Thiess
Johann Schuller
Holzwickede
Goldene Hochzeit ist ein Fest,
das Gott nur wenige feiern lässt.
Schon 50 Jahre geht ihr Seit an Seit,
durch diese Welt durch Freud und Leid.
Ihr habt viel geschafft im Weingarten, Feld und Wiesen
und habt dabei immer den lieben Gott gepriesen.
Goldene Hochzeit erlebte im Januar das Ehepaar Johann und Katharina Thiess geb.
Hauptmann. Das Jubiläumspaar hat durch viel Arbeit und Gastfreundlichkeit ihre
Herzen jung bleiben lassen. Das Glück soll Euch auch auf eurem weiteren Lebensweg treu
bleiben.