In Urwegen
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Der ,,Teeabend"
Gertrud Seidner
Unna
In Urwegen war der Brauch, dass sich die Frauen einmal im Jahr (im Winter) zu einem
,,Teeabend" trafen - ohne Männer! Es war ein gemütliches und fröhliches Beisammensein, da
wurde viel gesungen und es wurden Witze erzählt. Jede Frau brachte ein Päckchen mit, alle
Päckchen wurden untereinander verlost. Dann wurde Tee getrunken, dazu gab es Kipfel mit
Wurst und Torten. Vor dem Treffen kam der Vorstand der Frauen zusammen, um alles zu
besprechen und zu organisieren.
Det Lied vum Urbijer Teeowend
1. An Urbijen do pespert der Wängd:
3. De Päckchen birikt, det Los zäht vun mir,
,,Nea sorjt der Mun ist auf de Kängd!"
dro loat ech det Glack glech für der Dir,
De Frau mocht sich hisch, dann sä git eos,
mer wer et grüss, mer wer et klein,
et as Teeowend hekt am Heockzetheos.
mer wallen et garen himjmen nin. Refr.
Refr
Hekt se mir froadich, hekt se mer früh,
4. Hä wird vil geloacht, gerid det uch gent,
hekt dit es uch gloatt, gloatt, gloatt nastmi wih, em kit derbä schar net uch un de Rend,
ow geang oder alt, kut oallen erbä,
am Teeowend as et warlich fenj,
der Teeowend die as jo weder hä
mer trüst sich der Mun mat em Becher Wenj.
Refr.
2. De Kippel schmoacken fenj mat Wurscht,
5. Esi gikt der Owend ist ze Oingd,
der Tee mat Rum as für den Durscht,
dro richen mir es guer de Hoingd
de Torten dä sen gor dack geschmiert,
en son zesummen, et as jo klor:
kut nor erun, si kut en kürt. Refr.
« Oaf wedersähn am nechsten Gohr ! » Refr.