Gedichte
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Willkommen
Text und Melodie Thomas Buortmes
Eislingen
Willkommen, willkommen, wir sehnen uns sehr.
Willkommen, willkommen, lang, lang ist es her.
Willkommen, willkommen, von nah und von
fern.
Willkommen, begleitet vom freundlichen Stern.
Willkommen, willkommen, wir haben dich gern.
Willkommen, willkommen, im Namen des
Herrn.
Willkommen, willkommen, so lautet der Reim,
Gottlob, sei willkommen wieder daheim.
Stimmet ein Halleluja, gebt Raum dem Applaus,
sei herzlich willkommen wieder zuhaus.
Gott schenk uns ein fröhliches Wiedersehen,
hilf allen uns hinfort im Gleichschritt zu gehen.
Willkommen, willkommen, tritt dankbar herein.
Der Herrgott mög` stets unser Mittelpunkt sein.
Willkommen, willkommen, willkommen allhier.
Sei herzlich willkommen, wir freuen uns mit dir.
Willkommen, dein Stammplatz steht immer
bereit.
Willkommen, willkommen zu jedwelcher Zeit.
Willkommen im trauten Familienkreis.
Du zahltest dem Schicksal zu teuer den Preis.
Zu lang war die Trennung, sehr schmerzhaft das
Leid.
Geduldig zu tragen warst stets du bereit.
Willkommen von Gott nun nachhause gesandt.
Mit Geist und mit Seele, mit Herz und mit Hand.
Dieses Lied schrieb ich zur Ehre Gottes und zur
Erinnerung der Entlassung meiner lieben Frau
aus dem Krankenhaus nach fast dreimonatigem
dortigem Aufenthalt. Ich schrieb es als
Begrüßung nun wieder daheim zu sein im Jahr
2001. Das Gedicht ,, Glocken der Heimat"
schrieb ich noch in Urwegen und bemerkte erst
viel später, hier in Deutschland, dass die
Melodie von Willkommen, willkommen...
auch zu diesem Gedicht passt.
Unsere Mutter
Friedrich Schlingloff
Ludwigsburg 2006
Als noch unsere Mutter lebt
Mir heut noch vor den Augen schwebt.
Denn sie wusste immer Rat
Und uns kam lieb jede Tat.
Eine Mutter, sieben Kinder
Einmal waren wir alle minder
Brauchten Kleider und auch Brot
Nach der Enteignung gab es viel mehr Not.
Staunend wusste unsere Mutter
Was zu kochen ohne Butter,
Denn der Vorrat war ganz schmal
Ja und Fleisch war wenig da.
Es hatte der Krieg seine Spuren
hinterlassen,
Hab und Gut mussten wir verlassen,
Mit dem kleinsten fing nun alles an
Wir konnten nichts als sparen dann.
Die Mutter weckte uns früh am Morgen
Und da begannen schon die Sorgen
Kochen, waschen, backen
Dazu noch ein großes Stück zum Hacken.
Dann im Winter wohl viel spinnen
Lang genug war nie der Linnen,
Denn es musste jeder was haben
Von des Mutters langem Faden.