Gedichte
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In Mühlbach dann angekommen,
ist man müde und wie benommen.
Fünfundzwanzig km ist nicht mehr viel
dann ist man endlich am Ziel.
Die Straße die nach Urwegen führt,
ist auch gut und frisch repariert.
Es gibt keine Schlaglöcher mehr
denn sie ist ja neu geteert.
In Urwegen dann angekommen,
arbeiten die Meisten wie benommen.
Es wird gebaut und repariert,
die Häuser nach letztem Stand
modernisiert.
Viele Urweger haben ihre Häuser
zurückbekommen,
was man ihnen einmal hat genommen.
Ob gekauft oder durch Gerichtsbeschluss
das ist ja ganz egal zum Schluss.
Jeder will sein Haus schön machen,
wir sagen alle, lasst sie nur schaffen.
Sie arbeiten viel es macht ihnen nichts aus,
denn es war ja einmal ihr eigenes Haus.
Gebet
Thomas Buortmes
17. August 2006 (86. Geburtstag)
Herr schenk mir deine Gnade
begleite mich auf rauem Pfade;
Geh mit mir Schritt für Schritt,
geh Stück für Stück
an meiner Seite
als mein getreuestes Geleite.
Bist du bei mir bin ich vergnügt
ganz gleich wie sich mein Alltag fügt;
Bin wohlgemut so heut wie morgen,
vertraue kindlich deinen Sorgen
und deiner Allmacht, deiner Kraft
die volle Sicherheit mir schafft.
Wird's ab und zu mal unbequem,
auf meines Lebens Pfaden
so weiß ich doch, dass wehe dem
der mir versucht zu schaden
,
denn Gott ist bei mir weltenweit
behütet mich zu jeder Zeit
An meine Frau zur Goldenen Hochzeit
Johann Schuller
Holzwickede
Ein schönes Dorf im Siebenbürgenland,
das ist als Urwegen bekannt.
Da lebten alles schöne Leute,
das sieht man hier im Saale heute.
Von all den Schönen und Hübschen hier,
die sollte für immer gehören mir.
Mit 14 war sie hübsch und schön,
das haben die Burschen im Dorf gleich
gesehen.
Mit 16 überlegte ich nicht viel,
warum soll sie andern gehören und nicht
mir.
Sie war jung und hat nicht lang
nachgedacht,
hat nicht viel überlegt und gleich ja gesagt.
Ich musste manchmal um sie bangen,
denn es waren Burschen die um sie rangen.
Ob ich der Klügste war von allen,
das müsst ihr selber sie mal fragen.
In unserer Straße wuchs sie groß,
als die kleinste in des Mutters Schoss.
Sie war immer schüchtern und bescheiden,
so ist sie bis heute auch geblieben.
In Urwegen auf Nr. 137,
da waren alle sehr fleißig.
Es gab Ordnung und Disziplin,
das verlangte der Opa, der Hommenihm.
Ordnung und Disziplin war im Haus groß
geschrieben,
das haben die Geschwister alle bewiesen.
Die fünf Geschwister wuchsen alle groß,
Maria, die kleinste in ihrem Schoß.
Die Kleinste von allen
hat am meisten mir gefallen.
Ich habe mich gleich in sie verliebt
und ihr dann viele Liebesbriefe schrieb.