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Gedichte
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Die Sachsen aus Siebenbürgen
Dichter unbekannt
Wir wohnen mit Recht, wir wohnen gut,
mehrere Völker unter einem Hut.
Doch lockte das Schöne die Menschen hinaus,
sie verlassen die Heimat samt Hof und Haus.
Ziehen weit über Grenzen auch übers Meer,
und die, die hier bleiben, die grämen sich sehr.
Was einzelne betrifft, das kann man nicht
wissen,
doch werden ständig Familien zerrissen.
Der Sohn will zum Vater, die Mutter zum
Kind,
das Kind zu den Eltern, die dort geblieben
sind.
Das reißt von uns los immer noch ein Glied
und so nimmt kein Ende das traurige Lied.
Und ist es nicht schade, dass wir alles lassen,
neue Heimat suchen auf fremden Gassen.
O Karpaten, o Heimat , du Wundergestalt,
warum haben wir hier keinen Halt?
Warum können wir nicht ruhig hier wohnen,
warum ist kein Bleiben in diesen Zonen?
Wo Väter vor 800 Jahren,
bekämpft und verteidigt so manche Gefahren.
Sie kamen von der Mosel, sie kamen vom
Rhein,
hier sollte die neue Heimat sein.
Viele stattliche Kirchen und Burgen errang,
der Fleiß ihrer Hände für ein Leben lang.
Sie gründeten Städte und Dörfer so reich,
und jetzt macht sich jeder dem Bettelstab
gleich.
Damit er kann ziehen in die fremde Welt,
wo er als Ansiedler sich hat angemeld` !
Die uralten Bräuche, die altdeutschen Lieder,
die sie einst gesungen, verschwinden wieder.
Es ist wohl zerrissen das schöne Band
vom Sachsenadel im Siebenbürgerland!
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