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In Urwegen
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man noch mal zusammen, dachte an den Onkel aus Australien und sprach von vergangenen
Zeiten.
Schön langsam ging auch unser Urlaub dann zu Ende und wir mussten unsere Koffer wieder
packen. Irgendwie wird man richtig melancholisch wenn man denkt:
nun heißt es wieder für ein Jahr Abschied nehmen!
Aber dieses Jahr hab ich gar nicht so gedacht. Und wisst ihr auch warum?
In zwei Tagen fahren wir wieder nach Urwegen - dieses mal zur "Weinlese" oder vielleicht
auch in den "Herbsturlaub"?
Was wird uns nun wohl da erwarten? Ich erzähl es euch das nächste Mal.... Versprochen!
Predigt von Pfarrer Johann Zey vor dem Trachtenfest im August 2006
Liebe Gemeinde , liebe Brüder und Schwestern.
Als ich vor 18 Jahren, am Tag meiner Konfirmation, hier in dieser Kirche vor dem heiligen
Altar des Herrn kniete und mich zu einem Leben mit dem Herrn Jesus verpflichtet hatte,
konnte ich noch nicht ahnen, wie kostbar und wie segensreich so ein Leben in der Nachfolge
des Herrn Jesus ist. Mein Konfirmationsspruch lautete: ,,Er vermag unendlich viel zu tun über
alles hinaus, was wir erbitten und erdenken können." (Eph.3,20)
Heute muss ich bekennen, dass dieses Segenswort sich tausendfach in meinem Leben erfüllt
hat. Gott, der Herr, hat unendlich mehr an mir getan, als was ich je erbitten und erdenken
konnte. In Stunden der Angst und der Verzweiflung war er da mit seinem Trost und mit seiner
großen Güte. Auch damals, als ich seinen Weg mit mir nicht verstehen konnte, fühlte ich
mich doch in seinem göttlichen und allmächtigen Willen geborgen und vertraute darauf, dass
er mit seinen Kindern nur Gedanken des Friedens und der Liebe hat. Wenn ich heute auf diese
Zeiten zurückblicke, dann versinke ich in tiefe Dankbarkeit und Anbetung. Aber auch in den
schönen Stunden durfte ich mich über meinen guten Hirten freuen und getrost an seiner Hand
gehen. ,,Er vermag unendlich viel zu tun über alles hinaus, was wir erbitten und erdenken
können." Welch wunderbares Segenswort!
Liebe Urweger von nah und fern, ich finde es gut, dass wir uns heute zu diesem festlichen
Anlass hier zum Gottesdienst versammelt haben. Ihr habt den Wunsch geäußert, heute das
Trachtenfest nicht ohne das Wort Gottes zu beginnen, und das ist gut so. Gerade bei so großen
Gemeindefesten, wo sich so viele Landsleute von nah und fern versammeln, ist es wichtig,
dass wir uns auf das gemeinsame Fundament unseres Zusammenseins besinnen. Und dieses
Fundament darf nichts anders sein, als der Glaube unserer Väter, der Glaube an unseren Herrn
Jesus Christus.
Heute erreicht uns nun ein Wort der Heiligen Schrift (Apostelgeschichte 16, Vers 23 bis 25),
das auf den ersten Blick nicht zu einem festlichen Anlass zu passen scheint. Schaut man
jedoch genauer hin, wird deutlich, dass es ein Segenswort ist, welches uns in unserer
Gemeinschaft stärken und erbauen will. Es geht in unserem Predigtwort um die
Grundbefindlichkeiten eines menschlichen Lebens. Es geht um Angst und Freude, es geht um
Verzweiflung und Lobgesang. So möchte ich nun meine Predigt in drei Teile gliedern:
1. Die Verzweiflung, 2. Der Lobgesang und 3. Wie kam es dazu?
1. Die Verzweiflung
Als Paulus und Silas im Gefängnis saßen, waren sie zunächst sehr verzweifelt, denn damit
hatten sie überhaupt nicht gerechnet. Im Gegenteil, sie waren doch im Auftrag Gottes
unterwegs und predigten in Philippi das Evangelium, die frohe Botschaft von Jesus Christus,
so wie es ihnen Gott im Traum befohlen hatte. Und deswegen rechneten sie damit, dass Gott