In Urwegen
daneben. Wir erleben es immer
wieder, wie auch am 20. Mai, dass
unser aller Leben in Gottes Hand
liegt. Wieder hat unser Herr uns
gezeigt, dass wir zum Abschied
immer bereit sein sollen. Wenn wir
in Urlaub fahren, nehmen wir
Abschied von der Familie,
Nachbarn und Bekannten. Keiner
denkt daran, dass es der letzte sein
kann.
So auch Thomas Elst, er hat nicht
daran gedacht, als er von
Ludwigsburg wegfuhr und von
seinen Eltern und Bekannten
Abschied nahm, dass es der letzte
Urlaub sein würde. Alle Urweger
waren betrübt und bedauerten
seinen zu frühen Tod. Durch sein
ruhiges Verhalten, war Thomas bei
allen Landsleuten beliebt. Es ist
schwer, einen geliebten Menschen
zu verlieren, aber es ist tröstend zu
erfahren wie viele ihn gern hatten.
Wenn ein junges Leben zu Ende
geht, ist es immer doppelt so
schwer..., am meisten für die
Angehörigen, die ihn sehr
vermissen werden. Wir haben es
selbst erlebt und können es auch
am besten mitfühlen, wie alle andern, die so ein trauriges Schicksal erlebt haben. Mit dem
Tod eines geliebten Menschen verliert man vieles, aber niemals vergisst man die Zeit, die
man mit ihm verbracht hat. Wir trösten uns immer wieder, denn was Gott tut, das ist
wohlgetan. Es ist von Gott, unserem Herrn, bestimmt, dass man auch vom Liebsten, was man
hat, Abschied nehmen muss.
Auch in Urwegen wurde am 25. Mai eine Gedenktrauerfeier gehalten. Um 12 Uhr
versammelten sich etwa 100 Urweger auf dem Marktplatz. Unter Glockenläuten begaben sich
alle zum Friedhof. Am Grab der Mutter und Schwester des verstorbenen Thomas Elst, wurden
etwa 10 Kränze zu Ehren des Verstorbenen niedergelegt. Als die Bilder von Agnetha Elst und
ihrer Tochter am Grabstein sichtbar wurden, war das Leid und die Trauer bei allen doppelt so
schwer. Es flossen viele Tränen und jeder Anwesende gedachte mit viel Leid und Schmerz an
den tragischen Blitzunfall der Mutter und Schwester und des auch zu früh verstorbenen
Thomas Elst. Gott schenke ihnen den ewigen Frieden.
Herr Pfarrer Meitert hielt die Trauerandacht und sprach tröstende Worte auf deutsch und
rumänisch.
Nach der Trauerfeier gingen alle Anwesenden zum Leichenschmaus auf den Pfarrhof, das von
den Angehörigen vorbereitet war. Auch auf diesem Wege sei herzlichst gedankt, dem Herrn
Pfarrer Meitert und allen, die am Leid, der Trauer und an der Gedenkfeier teilgenommen
haben.
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