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In Urwegen
aus Reußmarkt verpflichtet. Auf der Nordseite der Bergkirche wurde ein Mahnmal für
die Toten des zweiten Weltkrieges und die in Russland in der Zwangsarbeit
Verstorbenen aufgestellt. Dieses Denkmal wurde von Michael Hamlescher 123 / 45
hergestellt. Der Friedhof war immer schön gepflegt und jede Familie züchtete Blumen
auf ihrem Grab. Jetzt sind fast alle Gräber mit einem Betondeckel zugedeckt. Der
Friedhof wird von den wenigen Urwegern, welche in Urwegen leben, gepflegt.
4. Das Hochzeitshaus (die alte Kanzlei) Befindet sich auf dem Weg vom Pfarrhof zum
Friedhof und wurde 1919 dem neu gegründeten ,,Jandarmerieposten" zur Verfügung
gestellt. Der letzt gewählte sächsische Hann (Bürgermeister) Thomas Hamlescher 68 /
446 erreichte 1929 die Rückgabe der alten Kanzlei für den Kindergarten. Nach dem
zweiten Weltkrieg mussten die Kinder von hier in den so genannten rumänischen
Kindergarten in der Obergasse umziehen. Bis zur Auswanderung der meisten Sachsen
wurden in diesem Haus viele Hochzeiten gefeiert, was in den letzten Jahren
abgenommen hat. Ab und zu feiern die ,,Sommersachsen" im Sommer hier. Im
vergangenen Sommer haben Johann und Katharina Thiess ihre goldene Hochzeit hier
gefeiert. Heuer wurden die kulturellen Gruppen des Trachtenumzuges in der ersten
Augustwoche (sächsische und rumänische) hier bewirtet.
5. Die Burg in der Dorfmitte wurde Ende des XIII. Jahrhunderts errichtet. Im Jahre 1599
fiel auch die Urweger Burg den Flammen Michael des Tapferen, zum Opfer. Erst
1625 konnte sie wieder hergestellt werden. Im Jahre 1887 wurde der Wehrturm zum
sog. ,,Speckturm" umgebaut und wird als solcher auch heute noch benutzt. In den
Wohnungen der Burg wurde ein Museum eingerichtet, wo man sächsische Trachten
und Haushaltsgegenstände aus dem ,,früheren" Urwegen sehen kann.
6. Der Glockenturm. Durch den Brand des Glockenturms der Friedhofkirche am 25.
Dezember 1870 wurde für den neuen Glockenturm ein Platz gesucht. Da neben der
Kirche in der Dorfmitte kein Platz vorhanden war, entschied man sich für den Bau des
Turmes in die Burg. 1878 wurde mit dem Bau des Turmes begonnen. Am 6. Juni 1879
wird der vergoldete Turmknopf hochgezogen und aufgesetzt. 1976 wurden 3 Glocken
von der nordsiebenbürgisch - sächsischen Gemeinde Windau nach Urwegen gebracht,
da in Urwegen eine alte Glocke gesprungen war und die Windauer Gemeinde, welche
sich nach dem zweiten Weltkrieg aufgelöst hatte, diese Glocken zur Verfügung
stellte. 1998 unter der Amtszeit von Kurator Thiess wurde der Turm renoviert.
7. Die ,,Prediger Wohnung" ist das Haus am Marktplatz neben der Burg. Nach dem
Zweiten Weltkrieg wurde sie für verschiedene Zwecke verwendet. Lange Zeit hat die
Blaskapelle ihre Proben hier abgehalten. Der Veterinärdienst hatte auch seinen Sitz in
einem der Zimmer. Seit der Wende ist sie wieder Eigentum der Kirche. Es wurden
hier Gästezimmer eingerichtet ­ Schlafzimmer für jeweils 2, 3 und 4 Personen , dazu
eine eingerichtete Küche und Bad mit Dusche
Dies sind die 7 mir bekannten und zu betreuenden Gebäude der ev. Kirchengemeinde
Urwegen. Vor der Nationalisierung besaß die Kirchengemeinde auch andere Gebäude z.B.
8. Die Schule wurde 1866 gebaut, da die alte Schule (Hochzeitshaus) den
Anforderungen nicht mehr entsprach. Schon im Mai 1912 begann man mit dem
Vergrößern der Schule, da sich das errichtete Gebäude als zu klein erwies. Für die
Lehrer, die hier wohnten, wurden zwei Sommerküchen mit je einem Speiseraum und
einem gemeinsamen Backhaus angeschlossen. Mitte der fünfziger Jahre wurde die
deutsche Schule als selbständiges Organ aufgelöst. Fortan wurden sowohl die
sächsischen als auch die rumänischen Kinder in dieser Schule unterrichtet. Heutzutage
gibt es kaum noch einen sächsischen Schüler, der diese Schule besucht. Es gibt auch
keine deutschen Lehrer mehr. Doch jetzt kann die ev. Kirchengemeinde aus Urwegen
die Schule wieder zurückfordern. Zurzeit beschäftigt sich die Leitung der ev.
Kirchengemeinde Urwegen damit.
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